Das ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um das Investment an der Börse geht. Und leider auch einer der Hauptgründe dafür, dass so wenige Personen in Deutschland in Aktien investieren. Während in anderen Ländern die Aktionärsquoten in der Bevölkerung deutlich höher sind, sind sie in Deutschland sehr gering. Das liegt daran das wir ein sehr risikoscheues Volk sind, wenn es um unser Geld geht. Und genau diese Angst will ich ihnen in diesem Beitrag nehmen und sie so für an Börsenengagement begeistern. Denn diese Angst ist zum größten Teil unbegründet.

Wenn du ein ETF Investor bist und den Cost-Average-Effekt mit einem monatlichen Sparplan nutzt, dann kannst du auf lange Zeit eigentlich nur eine deutlich positive Rendite über deinem Depot stehen. Denn deine Anlage ist zum einen breit über Länder und Branchen gestreut und du hälts sie für einen lange Zeit. Am Gesamtmarkt gab es keine 20-Jahres-Spanne, in der er eine negative Rendite gehabt hat. Dazu muss man natürlich ruhig und diszipliniert in einer Krise bleiben. Denn sich von der generellen Panik anstecken zu lassen und seine Aktien oder ETFs dann zu verkaufen ist der größte Grund dafür, dass viele Privatanleger eine schlechte Rendite erzielen.

Der Cost-Average-Effekt stellt sich ein, wenn man jeden Monat zu einem Betrag Aktien oder ETFs kauft also einen Sparplan hat. Dabei wird nicht auf den Preis geschaut, sondern es werden einfach immer für den gleichen Betrag ETFs gekauft. Bei einem geringen Kurs bekommt man mehr und bei einem hohen Kurs weniger ETFs. So stellt sich mit der Zeit ein guter Durchschnitt ein und man ist nicht so sehr von Marktschwankungen abhängig. Wichtig ist dann noch, dass man die ETFs oder Aktien hält. Das ist dann die Buy-and-Hold Strategie. Man kauft die ETFs bzw. Aktien und hält sie dann einfach. So können sie ihre Arbeit machen und einfach im Wert steigen. Ein Verkauf in einer Rezession ist nämlich sehr ungünstig und schmälert die Rendite. Das ist unbedingt zu vermeiden.

Der DAX hat seit seiner Gründung ein durchschnittliche Rendite von 7-8% gehabt. Ähnlich schaut es auch mit anderen ETFs aus. Zum Beispiel der MSCI World oder der S&P 500. Es gab zum einen keine 20-Jahres-Periode in der man eine negative Rendite eingefahren hätte und eine historische Rendite von um die 7%. Natürlich sind vergangene Renditen keine Sicherheit für zukünftige Renditen. Aber Fakt ist das die Weltwirtschaft und die Wirtschaft nahezu aller Staaten auf lange Sicht steigt. Und genau davon profitiert man mit einem breit gestreuten ETF.

Der beste Rat für Privatanleger, die sich keine großen Mühen machen wollen und eine ansehnliche Rendite erzielen wollen, ist ein monatlicher ETF Sparplan. Diesen sollte man einfach so laufen lassen und am besten nicht einmal anschauen. So kommt man nicht in Versuchung alles während einer Korrektur oder einem Crash zu verkaufen. Einen solchen ETF Sparplan kann man bei vielen verschiedenen Depots und Online Vermögensverwalter abschließen. Zum Beispiel bei Trade Republic oder Oscar. Bei Trade Republic ist der Sparplan komplett kostenfrei. Bei Oscar gibt es eine jährliche Gebühr, die ungefähr einen 1% von der Anlagesumme beträgt.

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Wenn man in einzelne Aktien investiert ist das ein wenig anders. Da man hier in eine geringere Zahl an Unternehmen investiert und dadurch theoretisch auch ein höheres Risiko hat. Bei einer geringeren Anzahl an Aktien kann es natürlich leichter passieren, dass eine Aktie, die eine schlechte oder negative Rendite aufweist, die gesamt Rendite senkt. Deshalb sollte man bei der Auswahl von einzelnen Aktien sich schon etwas mit den Kennzahlen und dem Geschäftsfeld auskennen. Dennoch wenn man so in einige (10-40) Qualitätsaktien investiert, wird man auch auf lange Zeit eine hohe Rendite erwirtschaften. Es ist auch gut möglich, dass diese über der Rendite des Gesamtmarkts liegt, weil man hier ja nur in überdurchschnittlich gute Unternehmen investiert.

Für das Investment in einzelne Aktien empfehle ich dir aber eine weitere Lektüre, damit du wirklich weißt was du tust. Zum Beispiel Regel Nummer 1* von Phil Town, Die Börsenzauberformel* von Joel Greenblatt oder Intelligent investieren* von Benjamin Graham. Sowie Der Börse einen Schritt voraus* von Peter Lynch. Du kannst dir auch die weiteren Beiträge unter dem Punkt Börsenwissen durchlesen.

Kategorien: Börsenwissen

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