Zuerst zu der Frage: Was ist ein Broker? Ein Broker ist wie eine Bank für Wertpapiere, ETFs und viele andere Investitionsprodukte. Der Broker, bei dem du dein Depot hast regelt für dich den ganzen Börsenhandel und führt deine Käufe aus. Du brauchst also einen Broker, um Aktien und ETFs zu kaufen. Heutzutage gibt es eine unzählige Anzahl an verschiedenen Online Brokern. Und alle werben mit dem besten Angebot und den günstigsten Gebühren. Deshalb gebe ich dir hier eine Übersicht von verschiedenen Online Brokern mit ihren Vor- und Nachteilen. Ich stelle hier vor allem meine Favoriten vor, da es im Internet genügend umfassende Broker-Vergleiche gibt.

1. De Giro

De Giro ist ein niederländischer Broker. Dieser macht „Sammelbestellungen“ seiner Kunden, wodurch er sehr geringe Gebühren anbietet kann. An den US-Börsen kostet eine Order (Kauf oder Verkauf von Aktien) nur 0,50€ plus eine geringe Gebühr von 0,004$ je Aktien. An der XETRA, der deutschen Online-Börse, kostet eine Order 2€ plus eine Gebühr von 0,018% des Kaufbetrags. Damit kommt man im Vergleich zu anderen Brokern wie der on vista Bank wirklich gut weg. Bei De Giro bekommt man auch nahezu alle Aktien und ETFs, da es dort eine große Auswahl von verschiedenen Handelsplätzen gibt. Neuerdings ist auch die Dividendenverarbeitung kostenlos, was früher noch nicht so war. Ein Problem ist für manche vielleicht, dass De Giro keine Bankenlizenz hat und deswegen das Geld der Kunden nicht auf Konten halten darf. Deshalb stecken sie das Geld in einen Geldmarktfond, der eine negative (aber auch eine positive) Rendite haben kann. Zudem muss man das Geld auf ein niederländisches Sammelkonto überweisen, wobei sich manche vielleicht unwohl fühlen. Es gibt dort eine große Auswahl an ETFs und es ist auch der Kauf ohne Ordergebühren möglich. Es gibt aber keinen speziellen ETF-Sparplan. Du musst das also immer selbst am Anfang des Monats machen, was aber kein großes Problem ist.

2. Trade Republic

Trade Republic ist ein Fin-Tech aus Berlin. Also ein Start-Up aus dem Finanzbereich. Die Gebühren sind eigentlich unschlagbar günstig. Ein Kauf ist provisionsfrei und es wird nur eine 1€ Fremdkostenpauschale (also zum von dem Handelsplatz) berechnet. Der Kauf von ETFs im Rahmen des Sparplans ist immer kostenlos und auch Dividendenverarbeitungen sind kostenlos. Diese niedrigen Kosten werden durch automatisierte und verbesserte Abläufe erreicht. Auch hat hier dein Referenzkonto, auf das du das Geld überweist, eine deutsche IBAN, da Trade Republic mit der solarisbank zusammenarbeiten. Diese hat eine Vollbanklizenz. Trade Republic selbst ist eine Wertpapierhandelsbank, die natürlich von der BaFin beaufsichtigt wird. Der negative Punkt ist aber, dass es nur einen Börsenplatz gibt. Nämlich die Börse Hamburg mit dem Handelssystem Lang & Schwarz Exchange. Es kann also sein, dass es nicht alle Aktien oder ETFs, die du kaufen willst, gibt. Denn an der Börse Hamburg werden nicht alle Wertpapiere gehandelt, aber eine große Auswahl.

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Ich nenne hier absichtlich nicht mehr, weil ich die Auswahl geringhalten will. Denn ich will hier nur meine absoluten Favoriten nennen. Bei den vielen Online-Brokern fand ich mich anfangs auch schwer zurecht. Es wird auch nicht leichter, wenn fast alle mit den gleichen „günstigen“ Ordergebühren werben. Der Preis, mit dem die meisten Broker werben ist nämlich nur der Preis, den sie selbst berechnen, und nicht der den man als Kunde tatsächlich bezahlt. So kommen zu dem Werbungspreis meistens noch Spesen, die Börsenplatzgebühr und zum Teil auch noch eine Maklercourtage. So werden aus den beworbenen 5€ Gebühr schnell das Doppelte. Auch ich habe diese Erfahrung anfangs gemacht. Aber genauso ist es bei diesen beiden Brokern nicht. Hier ist die Kostenstruktur viel transparenter und auch insgesamt viel günstiger. Deshalb benutze ich fast nur noch diese beiden Broker.

Kategorien: Börsenwissen

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